Veranstaltungsüberblick Winter 2018

 

Halbe Stange – Doppelter Ort

20.01.2018, Anton Krieger Gasse 25, 1230 Wien

Das Seminar mit Eugen Karel wird von der Langen Schneyd organisiert und richtet sich an Anfänger mit der halben Stange.
Ausrüstung: Halbe Stange ist selbst mitzubringen (2,5-3 cm dick, ca. augenhoch), Maske & Handschuhe sind erwünscht, gerne auch mehr Sparringausrüstung.
Die Kosten belaufen sich auf 70€, inkludiert ist ein kaltes Buffet, Anmeldung unter seminar-langeschneyd@googlegroups.com
https://www.langeschneyd.org/veranstaltungen/workshops/halbe-stange-mit-eugel-karel-jan-2018/

 

Einsteigerseminar Schwert & Buckler

03.-04.02.2018, Ottakringer Straße 178, 1160 Wien

Die Fechtschule Klingenspiel organisiert einen Grundlagenworkshop für Schwert & Buckler, Vorkenntnisse und eigen Ausrüstung sind nicht zwingend notwendig, schaden aber auch nicht.
Teilnahmebeitrag sind 40€ für beide Tage, Anmeldung weitere Infos gibt´s unter: chihab_kraiem@yahoo.de

 

Dreynevent

09.-11.02.2018, Wexstraße 19-23, 1200 Wien

Dazu ist wohl nichts mehr zu sagen, wer sich noch nicht angemeldet hat, ist ohnehin schon zu spät dran. Workshops und Zeitplan finden sich unter: http://dreynevent.org/

 

From Art to Point 2

24.02.2018, Anton Krieger Gasse 25, 1230 Wien

In diesem Seminar der Langen Schneyd stellt Martin Fabian erfolgreiche Techniken für Freikampf, Sparring und Turnierfechten vor, dementsprechend ist das Seminar auch für fortgeschrittene FechterInnen, die über die volle Schutzausrüstung verfügen, gedacht.
Die Kosten belaufen sich auf 70€, inkludiert ist ein kaltes Buffet, Anmeldung unter seminar-langeschneyd@googlegroups.com
https://www.langeschneyd.org/veranstaltungen/workshops/from-art-to-point-2-mit-martin-fabian-2018/

 

Fechtschule trifft Turnier / Kampfleiterseminar

17.-18.03.2018, Marsplatz 8, 80335 München

Der DDHF veranstaltet gemeinsam mit Ochs München und den Seminarleitern Thomas Bögle und Ingulf Popp-Kohlweiss ein Kampfleiterseminar, zudem parallel eine Fechtschule und ein anschließendes Turnier stattfindet, an dem sich die frisch ausgebildeten KampfleiterInnen erproben können. Zudem wird es am Sonntag ein Freikampf-Intensivtraining mit Martin Betzenbichler geben.
Die Kosten für die Kampfleiterausbildung belaufen sich auf 90€ (bzw. 60€ für DDHF-Mitglieder), für die Fechtschule auf 15€ (ein Tag), bzw. 20€ (beide Tage), Anmeldung und Kontakt unter: http://www.ddhf.de/projekte/turnier/kampfrichterausbildung

 

Mixed Weapons Seminar

24.-25.03.2018, Nonntaler Hauptstraße 3, 5020 Salzburg

Ingulf Popp-Kohlweiss von INDES Salzburg behandelt in diesem Workshop das Spiel mit den verschiedensten Waffen und setzt dabei einen konkreten Fokus auf Mensur, Tempo und ganzkörperliches Zusammenspiel.
Die Kosten belaufen sich auf 40€ für einen, bzw. 80€ für beide Tage, Anmeldung und weitere Infos unter: http://www.indes.at/Veranstaltung/mixed-weapons-2018/

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INDES Wien

INDES Wien entstand im Grunde während eines U-Bahn-Gesprächs, am Heimweg, nach einem offenen Dreynschlag-Training. Simon Rieger, Geschichte-Student an der Uni Wien, war zu der Zeit von den für ihn erreichbaren Trainingsmöglichkeiten frustriert und Thomas Hofer, umtriebiger Schausteller wie er im Buche steht, war gerade nach Wien gezogen, um sein Glück zu suchen in der großen weiten Stadt und suchte nach vielen Jahren Erfahrung bei INDES Linz und Salzburg nun auch nach einer neuen Trainingsmöglichkeit. Die Idee war also im Grunde ein regelmäßiges sowie hochwertiges Schwertkampftraining in Wien großzuziehen, welches den Geist von INDES in sich tragen sollte.

Die beiden, die auch zusammen in einer WG in Wien leben, entschlossen sich dazu, gemeinsam ins kalte Wasser zu springen und endlich einen INDES-Standort in der Hauptstadt zu eröffnen (mit Verlaub, Korneuburg ist nicht Wien 😉 ). Hinter der Idee steckt nicht nur Motivation etwas neues zu schaffen, sondern auch konkrete Gedanken dazu, wie man intern das Thema „Historical European Martial Arts“ eigentlich angehen möchte, etwas das in der Szene immer wieder diskutiert wird, und auch diskutiert werden soll. Hierzu ein paar Gedanken von Tom:

„HEMA, was sind wir? Kampfsport oder Kampfkunst? Hier scheiden sich die Geister. Die einen sprechen von Versportlichung und Verwässerung, die anderen von der Notwendigkeit Turniere abhalten zu können oder Realitätsferne. Aber wie unterscheiden sich denn nun eigentlich Kampfkunst und Kampfsport? Wo verläuft diese oft besprochene und teilweise hitzig diskutierte Demarkationslinie? Letztgültig kann ich diese Frage auch nicht beantworten, aber ich kann euch meine Denk- und Sichtweise nahebringen: Kampfkunst ist die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit einer Selbstverteidigungssituation; einer realen und endgültigen Bedrohung. Kampfsport auf der anderen Seite ist der Versuch eine solche Situation in sportliche Regeln zu gießen und unter Berücksichtigung dieser Regeln sich mit anderen Kampfsportlerinnen zu messen.
Aus meinem Trainingsalltag heraus beurteilt, bin ich wohl beides, Kampfsportler und Kampfkünstler. Ist also die Unterscheidung überhaupt notwendig oder sinnvoll? Ja, ich denke schon. Es handelt sich nämlich um einen grundsätzliche Entscheidung, die jeder Fechter treffen muss. Es ist eine grundsätzliche Entscheidung, weil sie das Mindset, das unserem Training zu Grunde liegt, maßgeblich beeinflusst und sich damit in jeder angewendeten Technik und in jeder Interpretation widerspiegelt. Es ist die Entscheidung, wovon ich ausgehe, wenn ich Techniken trainiere. Und diese Annahmen sind wiederum ausschlaggebend für Fragen der Balance zwischen Offensive und Defensive, des sicheren Abzugs und der Risiken, die ich ganz allgemein bereit bin einzugehen. Ich war einmal Teilnehmer und Zeuge eines Turniers, in dessen Vorrunde jeder Teilnehmer der einen potenziell tödlichen Treffer erlitt (gleich ob im Vor oder im Abzug), ausschied und zudem auf nur EINEN Treffer gefochten wurde. Das Verhalten der Fechter und die Stimmung ganz allgemein waren unbeschreiblich. So geladen, so konzentriert habe ich kein Turnier seither erlebt.
Ich persönlich bin kein Fan des sportlichen Zugangs, weil ich beobachte wie die Bewegungskunst verarmt (und ja ich bin einer derjenigen, die, wie oben angedeutet, über Versportlichung jammern :D) und in Turnieren nur eine Handvoll Techniken Einsatz finden, weil sie eben unter dem aktuellen Regeln am besten funktionieren. Auch sehe ich auf Turnieren ruckhafte, reißende Bewegungen, die nicht gesund aussehen und erste erfolgreiche Turnierfechterinnen ernsthafte Beschwerden, beispielsweise im Rücken, entwickeln. Und am allermeisten sehe ich jede Menge Doppeltreffer, was meiner Meinung und Erfahrung nach größtenteils eine Frage des Mindsets ist, weil der unbedingte Wille zu treffen eine Fechterin dazu veranlasst, ihre Deckung zu vernachlässigen. Tun das aber beide im gleichen Ausmaß und keine ist der anderen, was Geschwindigkeit, Distanzgefühl oder Technik angeht voraus, kommt es eben immer und immer wieder zu Doppeltreffern.
Dennoch bin ich der Meinung, dass das Sparring, und auch seine „Extremform“ im Turnier, notwendige Bestandteile und Prüfsteine unserer Interpretation sind. Auch wenn die Schutzausrüstung verfälschend wirken mag, und viele Techniken nahezu unmöglich erscheinen – allein wegen der protzigen Handschuhe – ist es eine notwendige Simulation (und außerdem macht es halt einfach Spaß sich ohne ernsthaften Konsequenzen fetzen zu können). Wenn man das Sparring in voller Schutzausrüstung aber zum einzigen Prüfstein erhebt, läuft man Gefahr andere Aspekte der Kampfkunst zu vernachlässigen.
Letztendlich ist es eine Entscheidung, die jede Fechterin und jeder Fechter für sich und bei jedem Training, Sparring oder Turnier erneut treffen muss. Die Entscheidung, wo zwischen diesen beiden Extremen man den Regler ansetzen will, denn im Endeffekt ist es immer ein Kompromiss zwischen beidem. Ich persönlich finde mich größtenteils auf der technischen, kampfkünstlerischen Seite der Diskussion. Dennoch will ich beides in unserer Kampfkunst haben! Ich will weder eine reine Kampfkunst, die sich in Dogmatik und Theorie verrennt, wie man es bei manchen Traditionen aus Fernost beobachten kann, noch will ich, dass sich unsere Kampfkunst zu etwas entwickelt, das dem Sportfechten gleicht und jeden Bezug zur ursprünglichen Kunst verloren hat. Mein Aufruf gilt demnach jedem Fechter und jeder Fechterin, die Entscheidung, von der ich geschrieben habe, ernst zu nehmen und bewusst zu behandeln.“

Zurzeit sind die beiden primär mit organisatorischer Arbeit beschäftigt. Sie versuchen Leute anzuwerben, die unterschiedlichen Dachverbände zu kontaktieren und die noch fehlenden warmen Turnsäle zu organisieren. Nichtsdestotrotz findet bereits jeden Sonntag von 14:00-15:30 ihr eigenes INDES Wien Training im Augarten statt, zu dem sich mittlerweile eine kleine und motivierte Gruppe regelmäßig einfindet. Der Trainingsfokus liegt zurzeit klar auf dem Langen Schwert der Liechtenauer Tradition, die Primärquellen die für das Training herangezogen werden sind die Schriften von Peter von Danzig und Joachim Meyer.

Weiter Informationen finden sich unter: http://www.indes.at/trainingsort/wien/

Lezioni di Spada e Scherma 1707

In Botticino, einem durch seinen Marmor bekannten Ort nahe der norditalienischen Stadt Brescia, lebt Roberto Gotti, ein passionierter Fechter, der dort seine immense Privatsammlung an Fechtwaffen und -büchern nicht nur hortet, sondern Interessierten gerne auch Zugang dazu gewährt (ein eigener Artikel dazu folgt demnächst). Darunter findet sich eine handgeschriebene Ausgabe Capo Ferros Gran Simulacro, in denen sich zwei zusätzliche Seiten eines gewissen Angelo Tanci Peruginos finden. Auf diesen schildert er kurz verschiedene Fechtlektionen, die er im Jahre 1707 in Ferrara erhielt und skizzierte zwei Bildnisse, die wohl seine Fechtmeister darstellen dürften. Bei dem Buch selbst wissen wir nicht, ob es sich um eine Abschrift eines Schülers handelt, vielleicht sogar von ebenjenem Tanci selbst, oder möglicherweise um einen Entwurf Capo Ferros für eine nachfolgende Edition seines Werkes, hierzu bedarf es in Zukunft noch umfangreicheren Untersuchungen des Manuskripts.
Die Ausarbeitung der Lektionen dürfte sich ebenso interessant gestalten, gibt uns doch der Autor am Ende noch den Hinweis, dass sie für jene, die in der Kunst des Fechtens nicht gut geschult sind, wohl kaum zu verstehen sein werden.

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Transkription:
Queste Lezioni di Spada e Scherma
sono di me Angelo Tanci Perugino
havute in Ferrara dalla meastra mano
di Alessandro Meli Fratello di Antonio
Sargente del Duca di Parma nell`anno
1707 et esercitate et insegnate in più
Luoghi
Prima Botta dentro e fuori.
Guadagno sempre dentro e fuori.
Cavata su`l pugno falso sul tempo.
Guadagno con finta.
Guadagno e ferire su`l medesimo filo.
Guadagno su`l tempo di cavatione ferire.
Guadagno e mentre il nemico tira, parare,
e ferire.
Alzata di Spada.
Parare d`Alzata di Spada e ferire sotto
Guadagno dentro e mentre il nemico cava
farli l`alzata di spada.
Alzata di spada con la falsa
Guadagno dentro cavar sotto il pugno e ferire
fuori.
Attaccar la spada di fuora, tagliare la
botta sotto il pugno.
Scorra di fuori con il piede ben indietro.
Tagliare la botta sotto il pugno, quando
quello atacca la spada.
Guadagno al fianco.
Parare, e rispondere.
Parare e rispondere al fianco.
Guadagno dentro e fuori, e mentre quello
tira inquartare.
Tirare una botta su`l filo, e mentre
para levar il taglio.
Parare e ferire radoppiati.
Parare e Cavare.
Parare e fingere.
Parare e crescere coprendo sempre
la spada.
Guadagno dentro e fuori e mentre tira,
servirsi del tempo dà basso, mà
bisogna osservare che è meglio per
li piccoli che per li grandi a cui
vuole un gran studio.
Imbroccata e parar con mano.
Imbroccata traverso portando bene
indietro il piede.
Parar di lama bene stretto e lasciare
il taglio sù la spada.
Mezza legatione.
Cavationi longhe sotto il pugno.
Parare e rispondere, et inquartare
di 3a intentione.
Inquartare sopra tutte le botte
diritto al petto con il corpo bene
agiustato.
Ataccare la spada in seconda, e
mentre tira inquartare.
Guadagno della retta linea al fianco.
Tagliar la spada.
Quelle cavate longhe.
Tagliar la spada guadagnando
sempre di fuori e tagliare la
botta sotto il pugno.
Nota
Se uno nen è ben pratico
nell`arte, difficilmente le
capirà, perche vanno tut=
te operate con diligenza
e destrezza, et in questo si
devono considerare quattro
cose assai necessarie cioe
occhio, gamba,
tempo, e misura, et in que=
sto bisogna farai un gran
studio, mentre val più la
pratica, et essercitio, che la
teorica; io vi ho speso tre
anni 2 mesi in Bologna, e
Ferrara, ne mi pare essere
ancora appagato. . Li miei
precettori sono stati M° Francesco
Serra a Bologna, M° Antonio Crevaldi M°
Antonio Ragagni; Allesandro Meli in Fer=
rara, tutti eccellenti nell`arte.

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Übersetzung:
Diese Lektionen vom Schwert und vom Fechten
sind von mir, Angelo Tanci Perugino,
ich erhielt sie in Ferrara von der meisterlichen Hand
des Alessandro Meli, Bruder von Antonio
Sargente, des Herzogs von Parma, im Jahre
1707, ausgeführt und gelehrt an mehreren
Orten
Erster Schlag innen und außen.
Erlangen immer innen und außen.
Caviert auf der falschen Hand im Tempo.
Erlangen mit Finte.
Erlangen und verwunden auf der selben Schneide.
Erlangen, im Tempo der Cavation verletzen.
Erlangen und während sich der Gegner zurückzieht, parieren
und verletzen.
Anheben des Schwertes.
Parieren des Anhebens des Schwertes und unten verwunden
Erlangen innen und während der Gegner caviert,
hebe das Schwert an.
Anheben des Schwertes mit der Falschen
Erlangen innen, unter der Faust cavieren und außen
verwunden.
Das Schwert von außen angreifen, den Hieb
unter die Faust schneiden.
Überlaufen von außen, mit dem Fuß gut nach hinten.
Den Hieb unter die Faust schneiden, wenn
jener das Schwert angreift.
Erlangen an der Flanke.
Parieren und ripostieren.
Parieren und in die Flanke ripostieren.
Erlangen innen und außen, und während jener
zurückzieht inquartieren.
Einen Hieb auf die Schneide ziehen, und während
er pariert die Schneide wegnehmen/heben.
Parieren und verdoppelt verwunden.
Parieren und cavieren.
Parieren und fintieren.
Parieren und erhöhen, immer das Schwert
bedeckend.
Erlangen innen und außen und während er zurückzieht
sich des Tempos von unten bedienen, aber
es ist für den, der ein großes Studium will,
zu beachten, dass dies besser für
die Kleinen als für die Großen ist.
Imbroccata und parieren mit der Hand.
Quere Imbroccata, den Fuß dabei gut
nach hinten bringend.
Gute enge Klingenparade und die Schneide
unter das Schwert lassen.
Halbe Legatione.
Lange Cavationen unter die Faust.
Parieren und ripostieren, und inquartieren
in dritter Intention.
Über alle Hiebe inquartieren,
gerade auf die Brust, mit dem Körper gut
gerichtet.
Das Schwert in Seconda angreifen, und
während er zurückzieht inquartieren.
Erlangen der geraden/richtigen Linie zur Flanke.
Das Schwert schneiden.
Jene langen Cavationen.
Das Schwert schneiden, dabei stets
von außen erlangen und den Hieb
unter die Faust schneiden.

Anmerkung

Falls einer nicht gut geschult ist
in der Kunst, werden sie schwerlichst
zu verstehen sein, denn sie werden
alle mit Sorgfalt und Geschick
ausgeführt, und dabei muss man
vier ziemlich notwendige Dinge berücksichtigen,
nämlich Auge, Bein,
Tempo und Mensur, und
dafür brauchst du ein großes
Studium, indes geht es mehr um die
Praxis, die Übung, als um die
Theorie; ich habe drei Jahre und zwei
Monate in Bologna und Ferrara verbracht,
dadurch scheint es mir, noch
befriedigt zu sein. Meine
Lehrer waren Maestro Francesco
Serra in Bologna, Maestro Antonio Crevaldi, Maestro
Antonio Ragagni; Allesandro Meli in Ferrara,
alle ausgezeichnet in der Kunst.

 

Transkription von Roberto Gotti, Übersetzung von Stefan Feichtinger, Anmerkungen zur Übersetzung sind herzlichst willkommen.
Bilder und Transkription wurden freundlicherweise von Roberto Gotti und  Guardia di Croce – Centro Studi sulle Armi Antiche e sull`Antica Arte Marziale zur Verfügung gestellt, die Rechte zur Veröffentlichung und Weitergabe bleiben somit ihnen vorbe- und Dritten vorenthalten.

Alpine Cup Genua 2017

Dieses Wochenende wurde der Alpine-Cup in Genua geschlagen, und die Resultate der österreichischen Delegation können sich durchaus sehen lassen! Der mittlerweile dritte Cup, der erstmals 2015 in Baden ausgefochten wurde, fand in den historischen Gemäuern des Albergo dei Poveri statt, einem Prunkbau von Armenhaus aus dem 17. Jahrhundert, der heute die Universität und ein Museum beherbergt. Organisiert wurde das diesjährige Turnier vom ortsansässigen Verein Sala d’Arme Achille Marozzo, dessen Mitglieder die Österreicher mit höchster Gastfreundschaft empfangen haben.
Der ÖFHF entsandte elf Fechterinnen und Fechter gen Süden, wo sie ihr fechterisches Können in den Disziplinen Langes Schwert, Rapier, Seitschwert und Säbel auf die Probe stellen konnten. Die erfahrene Truppe bestand aus geübten Wettkampfteilnehmern, aber auch Turnierneulingen, die die Vereine Indes, Klingenspiel und Historisches Fechten Baden in Italien ehrwürdig vertraten. War das Langschwert-Turnier zwar eher eine interne Geschichte, nachdem das römische Team kurzfristig abgesagt hatte und sich nur ein Italiener in den Ring warf, wurden die Athleten aus der Alpenrepublik in den anderen Bewerben von den Genuesen wahrlich gefordert, lieferten aber auch in Disziplinen in denen sie nicht heimisch sind hervorragende Resultate ab. Da das Turnier nach dem offiziellem ÖFHF-Regelwerk ausgeführt wurde, zählen die Leistungen der Teilnehmer auch für die ÖFHF-Rangliste im historischen Turnierfechten.

Langes Schwert:
1. Robert Santner
2. Ingulf Kohlweiss
3. Simon Rieger
Rapier:
1. Giulio Campanella
2. Stefan Feichtinger
3. Aaron Caldarella
Seitschwert:
1. Pietro Bruzzi
2. Giulio Campanella
3. Aaron Caldarella
Säbel:
1. Pietro Bruzzi
2. Robert Santner
3. Karl Rapp

(Die restlichen Platzierungen folgen nach endgültiger Bekanntgabe der Turnierleitung!)

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Veranstaltungsüberblick Oktober 2017

Der fechterische Oktober spielt sich in Salzburg ab:

Nachdem der Theorieteil der Übungsleiterausbildung Historisches Fechten mit Anfang Oktober abgeschlossen wurde, folgt nun von 14.-15. Oktober der Praxisteil im Sportzentrum Mitte, Salzburg. In Kooperation mit der Sportunion sind an diesen Tagen waffenübergreifende Prinzipien, Interpretation, Sicherheit und solide Gruppenführung zentrale Themen.
Details finden sich unter: http://historisches-fechten.at/Veranstaltung/uebungsleiter-historisches-fechten-ueber-sportunion-akademie/

Wer sich nicht in die Trainerriege einteilen lassen will, der fährt am 14. und 15. Oktober nach Kassel, und bereichert sich dort über die Fechtkunst Joachim Meyers unter der Leitung des seit Jahren in diesem Gebiet tätigem Björn Rüther (Hammaborg).
Weiteres unter: http://www.schwertfechten-nordhessen.de

Am 21. Oktober (Samstag) finden erneut die Salzburger Landesmeisterschaften in den Turnhallen der VS Nonntal statt. Gefochten wird um die Meistertitel im Langen Schwert und Rapier, jeweils mit eigenem Herren- und Damenbewerb, wobei das Stattfinden eines Bewerbs von mindestens drei Anmeldungen abhängt, Höchstzahl sind 25. Auf die Sieger warten wieder Ruhm, Ehre und entsprechende Sachpreise, nicht zu vergessen ein immenser Vorrat an Ballistol.
Die Veranstaltung wird zur Gänze von Indes Salzburg abgewickelt, abends bietet sich die Möglichkeit sich dafür im Nestroy zu revanchieren. Auch am Sonntag (22. Oktober) wird nicht Müßiggang betrieben, die FechterInnen werden durch Workshops von Andreas Kiermayer im Langen Schwert sowie von Florian Fortner und Karl Rapp im Rapier weiter unterhalten und geschult. Speziell für die Mitglieder des Nationalteams gibt es zudem eine Trainingseinheit von Ingulf Kohlweiss.
Anmeldung und weitere Infos unter: http://slms.indes.at/

Ganz ohne schlechte Träume wartet zudem die Fechtschule Krifon in Albstadt vom 29. Oktober bis 4. November auf. Die Schule von Christian Bott, anerkannter Fechtmeister des ADFD, bietet ein sechstägiges Seminar, indem Strategie, Dynamik und Taktik mit dem Langschwert, vor allem deren Anwendung im Freikampf, im Zentrum stehen.
Mehr unter: http://www.krifon.de

T.HEMA – Historisches Fechten in Österreich

T.HEMA schreibt über historisches Fechten in Österreich, und darüber hinaus. Wir sind bestrebt Einsteigern wie Interessenten einen Einblick in die Szene zu ermöglichen und all jene, die schon länger das Vergnügen haben, auf dem Laufenden zu halten. Hier werden regelmäßig Veranstaltungsankündigungen und Nachberichte erscheinen, Trainer- und Vereinsvorstellungen, Neues aus der Forschung, Produktneuheiten und Tests sowie alles von allgemeinem Interesse für den gemeinen Fechter.

Vereine und Einzelpersonen sind recht herzlich zur Mitarbeit eingeladen, würdet ihr gerne einen Bericht über euch oder eure Tätigkeiten veröffentlichen, so meldet euch einfach!